Leinöl begleitet uns in der Kraichgauer Ölmühle vom Leinfeld bis zur Flasche. Wir bauen den Lein selbst naturnah und ohne Pflanzenschutzmittel an, ernten die Leinsaat auf unseren Feldern und pressen daraus natives, schonend kaltgepresstes Leinöl.
In diesem Beitrag zeigen wir, wie Lein angebaut und geerntet wird, worauf es bei der Herstellung ankommt, wie du Leinöl in der Küche verwenden kannst und wie du es richtig lagerst.
Was ist Leinöl?
Leinöl wird aus den Samen der Leinpflanze, auch Flachs genannt, gewonnen. Es hat einen milden, leicht nussigen Geschmack und wird in der kalten Küche sowie für verschiedene traditionelle Anwendungen verwendet.
Leinöl enthält überwiegend mehrfach ungesättigte Fettsäuren, darunter hauptsächlich die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure, kurz ALA. Weil diese Fettsäuren empfindlich auf Licht, Sauerstoff und Wärme reagieren, sollte Leinöl kühl und dunkel aufbewahrt werden. Zum Braten oder Erhitzen ist es nicht geeignet.
Bei uns beginnt der Weg des Leinöls bereits auf den eigenen Feldern. Dort bauen wir den Lein naturnah und ohne Pflanzenschutzmittel an. Wie aus der Pflanze die Leinsaat und schließlich unser Leinöl entsteht, zeigen wir im nächsten Abschnitt.
Vom Leinfeld zur Leinsaat
Unser Lein wächst auf den Feldern der Kraichgauer Ölmühle. Während der Blüte zeigen sich die zarten, meist hellblauen Leinblüten nur für kurze Zeit. Danach entwickeln sich die Samenkapseln, in denen die Leinsaat heranreift.


Wir bauen den Lein naturnah und ohne Pflanzenschutzmittel an. Wenn die Saat reif ist, wird der Lein gedroschen und die Leinsaat anschließend zur Reinigung zur Mühle gebracht. Dort wird sie mechanisch gereinigt und in Bigbags abgesackt.

So schaffen wir die Grundlage für eine optimale Qualität der Saat, bevor sie zum Pressen in die Ölmühle kommt.
Von der Leinsaat zum Leinöl
Nach der mechanischen Reinigung und dem Absacken in Bigbags kommt die Leinsaat zum Pressen in die Ölmühle. Dort wird daraus täglich frisches, natives und schonend kaltgepresstes Leinöl gepresst. Aus der eigenen Leinsaat entsteht so unser naturbelassenes Leinöl.

Nach der Pressung wird das Leinöl abgefüllt, gekühlt und sofort frisch an unsere Kundinnen und Kunden ausgeliefert. Wir pressen nur so viel Öl, wie wir auch zeitnah verkaufen können. So bleibt es möglichst frisch und kann seinen milden, leicht nussigen Geschmack behalten.
Leinöl in der Küche verwenden
Leinöl eignet sich besonders für die kalte Küche. Sein milder, leicht nussiger Geschmack passt gut zu Salaten, Kartoffeln, Quark, Gemüse und verschiedenen Dips.

- mit Essig oder Zitronensaft zu einem Salatdressing verrühren
- über Pellkartoffeln und Quark geben
- in Kräuterquark oder Dips verwenden
- über bereits gegarte Speisen träufeln
- für einen Gurkensalat mit frischen Kräutern nutzen
Leinöl sollte nicht zum Braten oder starken Erhitzen verwendet werden. Am besten gibst du es erst nach dem Kochen oder direkt auf dem Teller dazu.
Leinöl in einer ausgewogenen Ernährung
Leinöl enthält Alpha-Linolensäure (ALA), eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure. Als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung kann es dabei helfen, pflanzliche Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen. ALA trägt bei ausreichender täglicher Aufnahme zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei.
Leinöl wird außerdem in verschiedenen Ernährungskonzepten, unter anderem im Zusammenhang mit der Dr.-Budwig-Ernährung, verwendet. Bei Erkrankungen wie Krebs, Rheuma oder Arthrose kann eine ausgewogene, auf die persönliche Situation abgestimmte Ernährung die ärztliche Behandlung im Alltag begleiten. Leinöl kann dabei als Teil einer abwechslungsreichen Ernährung verwendet werden, ersetzt jedoch keine ärztliche Therapie.
Leinöl richtig lagern
Leinöl sollte direkt ab der Herstellung und unabhängig davon, ob die Flasche geöffnet oder verschlossen ist, immer im Kühlschrank aufbewahrt werden. So bleibt es möglichst frisch und behält seinen milden, leicht nussigen Geschmack.
Bei durchgehender Lagerung im Kühlschrank ist unser Leinöl ab dem Herstellungsdatum acht Wochen haltbar. Bitte verbrauche die Flasche innerhalb dieses Zeitraums. Das gilt für die gesamte Haltbarkeit des Öls und nicht erst ab dem Öffnen.
Im Kühlschrank bleibt Leinöl flüssig und klar. Erst beim Einfrieren bei etwa –18 °C wird es trüb und fest. Das ist eine natürliche Reaktion auf die niedrige Temperatur. Eingefroren lässt sich die Haltbarkeit des Leinöls auf mindestens sechs Monate verlängern.
Vom Feld bis zur Flasche
Vom naturnahen Anbau auf unseren eigenen Feldern über die Ernte und die mechanische Reinigung bis zur schonenden Pressung begleiten wir den Weg unserer Leinsaat Schritt für Schritt.
Wir pressen unser Leinöl frisch, füllen es ab und liefern es zeitnah an unsere Kundinnen und Kunden aus. So entsteht ein naturbelassenes Leinöl mit mildem, leicht nussigem Geschmack, das direkt aus unserer eigenen Leinsaat gewonnen wird.

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Weitere Einblicke in unsere Felder, die Ernte und die Ölpressung gibt es auf unserem Instagram-Konto.